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Lackdesign: Nicht jeder trendige Farbton schafft es aufs Auto

 

Autofahrer achten heute beim Kauf eines neuen Modells immer stärker auf die Farbe. Farbdesigner wie Elke Dirks von Axalta Coating Systems, dem Mutterkonzern von Standox, müssen deshalb schon heute die Farbtrends von morgen erkennen. Doch von der Entwicklung eines neuen Farbtons bis zur Fertigstellung des passenden Reparaturlacks ist es ein weiter Weg.

Axalta Colour Designerin Elke Dirks

Ist ständig neuen Farbtrends auf der Spur: Axalta Colour Designerin Elke Dirks.

Eine der beliebtesten Autofarben in Europa ist Grau. „Sie hat einen Anteil von 22 Prozent bei Neufahrzeugen und liegt damit hinter Weiß erstmals auf Platz 2 in Europa“, sagt Elke Dirks, Axalta Colour Designerin für den Bereich Automotive OEM. Ein Grund für diesen Aufstieg ist, dass Grau dank neuer Pigmente, Effekte und Lackiertechniken heute sehr viel facettenreicher und stylisher dargestellt werden kann als früher.

Kommende Farbtrends und Qualitätssicherung
Die Coloristik-Experten der großen Lackhersteller brauchen ein feines Gespür, welche Farben gerade im Kommen sind. „Auswahl und Entwicklung eines neuen Farbtons dauern rund zwei Jahre“, sagt Elke Dirks. „Das bedeutet: Wir müssen heute Trends von morgen erkennen.“ Zu den Indikatoren zählen die Auswertung von Farbstatistiken und die Analyse kunden- und modellbezogener Eigenschaften – aber auch der Zeitgeist. „Modetrends, Beiträge in Zeitschriften oder im Internet – alles kann Hinweise geben.“

Farbtonentwicklung

Nicht alle Farbtöne, die in der globalen Präsentation von Elke Dirks und ihrer Kollegin Christiane Lüdecke präsentiert werden, sind für alle Kunden gleich umsetzbar.

Doch nicht jeder Farbton, der von Elke Dirks und ihrer Kollegin Christiane Lüdecke angedacht wurde, kommt tatsächlich aufs Auto. Manchmal sprechen produktionstechnische Aspekte dagegen. „Die benötigten Pigmente müssen auch in ausreichender Menge und Qualität verfügbar sein“, erklärt Marcus Brunner, Leiter Color Science & Styling OEM bei Axalta Coating Systems in Wuppertal. „Darum überprüfen wir auch die Logistikkette des Herstellers.“

Reparaturfähigkeit als wichtiges Kriterium
Noch einen Schritt weiter denkt man in der Produktion: „Lackschäden nach Unfällen müssen später von Werkstätten einwandfrei behoben werden können“, sagt Harald Klöckner, Leiter Standox Training EMEA. Das bedeutet: Die Lackentwicklung für einen Autohersteller umfasst nicht nur Serienlack – sondern auch die Reparaturlackierung. „Nicht jeder Lackhersteller kann beides anbieten, aber wir schon – dank unserer Reparaturlackmarke Standox.“

Silber ist ein Verlierer im Quartett der „unbunten“ Farben

Silber ist ein Verlierer im Quartett der „unbunten“ Farben. Es war viele Jahre lang die beliebteste Autofarbe in Europa, doch inzwischen liegt es nur noch auf Platz 4. (Foto: AUDI AG)

Die Entwicklung einer Reparaturlackformel ist aufwendig: Dazu gehören mikroskopische Analysen, die Errechnung von Mischformeln und die Erstellung von Spritzmustern. Erst nach vielen Anpassungen landet eine fertige Markenformel in der webbasierten Farbtonsoftware Standowin iQ – und steht damit allen Lackierbetrieben zur Verfügung.

Viele Farbtöne in verschiedenen Lackqualitäten
„Wir speisen jede Woche rund 60 neue Formeln in Standowin iQ ein“, sagt Harald Klöckner. „Denn wir bieten die meisten Farbtöne in verschiedenen Lackqualitäten an, zum Beispiel in Standoblue, Standohyd Plus oder Standox Basislack für den außereuropäischen Markt. Der Aufwand ist groß – aber nur so können wir sicherstellen, dass unsere Partner im Lackierhandwerk immer die bestmöglichen Ergebnisse erzielen.“

  • Braun war vor einigen Jahren eine Trendfarbe. Doch dann änderte sich der Geschmack, und heute beträgt sein Anteil nur noch drei Prozent (Foto: Porsche AG).

  • Bei den bunten Farben ist Blau mit einem Anteil von zehn Prozent auf dem Vormarsch

    Bei den bunten Farben ist Blau mit einem Anteil von zehn Prozent auf dem Vormarsch. (Foto: BMW Group)

  • Developing a new colour is a laborious process

    Die Entwicklung eines neuen Farbtons ist ein aufwendiger Prozess: Die Zusammenstellung der Pigmente wird unter dem Mikroskop optisch analysiert, bevor per Farbtonmessgerät Mischformeln errechnet und von Robotern erste Spritzmuster mit Standoblue erstellt werden. Bei aufwendigen Lackaufbauten wird unter Werkstattbedingungen getestet.



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