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Think Colour. Think Standox. Farbtonentwicklung.


Für viele Autofahrer ist die Farbe ihres Wagens auch Ausdruck eines individuellen Lebensgefühls.

Immer stärker achten Autofahrer heute beim Kauf eines neuen Modells auf die Farbe. Sie ist oft mehr als ein simples Silber oder Weiß, sondern Ausdruck eines individuellen Lebensgefühls.

Farbdesigner wie Elke Dirks vom weltweit tätigen Lackhersteller Axalta Coating Systems müssen deshalb schon heute die Farbtrends von morgen erkennen. Ob ein Farbton dann tatsächlich produziert wird, hängt auch davon ab, ob der neue Lack später in der Werkstatt fachgerecht instandgesetzt werden kann – ein Fall für die Axalta Reparaturlackmarke Standox.

Ist ständig neuen Farbtrends auf der Spur: Axalta Colour Designerin Elke Dirks.

 

 

Eine der beliebtesten Farben auf Autos – zumindest in Europa – ist Grau. „Sie hat hier inzwischen einen Anteil von 22 Prozent bei Neufahrzeugen", sagt Elke Dirks, Axalta Colour Designerin für den Bereich Automotive OEM.

„Damit ist diese Farbe ganz vorne in der Beliebtheitsskala dabei." Fast schon paradox: Während Grau im alltäglichen Sprachgebrauch oft mit Attributen wie zurückhaltend, fade, langweilig in Verbindung gebracht wird, hat es auf Autos eine ganz andere Ausstrahlung. „Hier steht Grau für Sachlichkeit und Professionalität, ebenso für Stil und Eleganz. Man könnte auch sagen: Wer ein graues Auto fährt, signalisiert damit, dass er es nicht nötig hat, mit einer knalligen Farbe auf sich aufmerksam zu machen."

Trotz dieses positiven Images lag Grau vor wenigen Jahren noch weit hinter seinen „unbunten Konkurrenten“ Weiß und Schwarz zurück. Das hat sich geändert: Nach dem Color Popularity Report von Axalta rangierte Grau 2018 hinter Weiß zum ersten Mal auf Platz 2 in Europa.

Ein Grund für diesen Aufstieg ist, dass der Farbbereich Grau heute sehr viel facettenreicher dargestellt werden kann als früher. Dank neuer Pigmente, Effekte und Lackiertechniken kommt die früher eher unauffällige Farbe inzwischen sehr stylish daher. Sie macht gerade auf Oberklasse-Fahrzeugen eine gute Figur.

  • Ein Beispiel für den sich ändernden Farbgeschmack: Braun, vor einigen Jahren noch Trendfarbe in Europa, verliert seit Jahren. Momentan beträgt der Anteil nur noch drei Prozent (Foto: Porsche AG).

  • Bei den bunten Farben ist mit einem Anteil von zehn Prozent Blau – in verschiedenen Farbnuancen und von chromatischen bis hin zu hellen Metallic-Farbtönen – auf dem Vormarsch. (Foto: BMW Group)

  • Foto: Daimler AG

  • Der große Verlierer im Quartett der „unbunten“ Farben ist Silber, viele Jahre lang die beliebteste Autofarbe in Europa. Mittlerweile liegt Silber hinter Weiß, Grau und Schwarz auf dem vierten Platz. (Foto: AUDI AG)

Feines Gespür für kommende Farbtrends

Grundsätzlich müssen die Coloristik-Experten der großen Auto- und Lackhersteller ein feines Gespür dafür entwickeln, welche Farben „im Kommen“ sind, um sich frühzeitig darauf einzustellen.

 

 

„Auswahl und Entwicklung eines neuen Farbtons dauern rund zwei Jahre“, sagt Elke Dirks. „Und das bedeutet: Lackhersteller müssen möglichst heute schon die Farbtontrends von morgen erkennen.“ Auch Elke Dirks‘ Blick geht nach vorne: Für sie ist beispielsweise der Scheitelpunkt der Braun-Renaissance bereits überschritten. „Ich erwarte in den kommenden Jahren eher Grautöne unterschiedlichster Ausprägung.“

Das Aufspüren und Umsetzen solcher Trends ist eine der wichtigsten Aufgaben des Axalta OEM-Coloristik-Teams. Denn Farbtrends werden nicht gemacht, sondern sind eine logische Schlussfolgerung aus konsequenter Analyse.

Anhand von Modellen (sogenannten Shapes) lassen sich aktuelle Farbtrends besonders gut darstellen.

„Wir sammeln viele Indikatoren und bewerten sie“, erklärt Elke Dirks. „Sie setzen sich dann wie ein Puzzle zusammen.“

Für sie zählt dazu genauso die Auswertung chronologischer Farbstatistiken wie die Analyse kunden- und modellbezogener Eigenschaften und des Zeitgeists. „Trends bei Mode, Möbel und Accessoires, aber auch Beiträge in Fachzeitschriften oder Internet-Foren – alles kann Hinweise auf neue Farbentwicklungen geben.“

Nicht jeder Farbton, der von Elke Dirks und ihrer Kollegin Christiane Lüdecke angedacht wurde, kommt tatsächlich später aufs Auto.


Jede Generation hat eigene Farbpräferenzen

 

Bei Axalta fasst man diese Erkenntnisse in jährlich stattfindenden Color Show Konzepten zusammen. Diese geben Aufschluss über die Farbtrends der kommenden drei bis vier Jahre. Die Color Shows reflektieren aktuelle Farbtrends, Technologie- und Pigmentinnovationen und bieten den Autoherstellern hilfreiche Unterstützung, frühzeitig auf die Farbpräferenzen der Autokäufer zu reagieren.

Doch die Identifizierung der richtigen Farbtrends ist nur eine Seite der Medaille. Nicht jeder Farbton, der von Elke Dirks und ihrer Kollegin Christiane Lüdecke angedacht wurde, kommt tatsächlich später aufs Auto. Die Gründe dafür sind meist nicht ästhetischer Natur – es geht vielmehr um praktische produktionstechnische Aspekte.

„Ein wichtiger Punkt ist beispielsweise, ob die für einen Farbton benötigten Pigmente überhaupt in ausreichender Menge und Qualität auf dem Markt verfügbar sind“, erklärt Gunter Richter, Leiter Farbton-Entwicklung OEM bei Axalta Coating Systems in Wuppertal. „Autohersteller legen größten Wert darauf, dass ein Farbton an allen Produktionsstandorten rund um den Globus in gleicher Qualität und Farbtreue lackiert werden kann.

Die Axalta Color Shows zeigen aktuelle Farbtrends und bieten damit den Autoherstellern eine wichtige Unterstützung.

 

“Vor der Entscheidung für einen Farbton wird daher nicht nur geprüft, ob der jeweilige Produzent die konstante Verfügbarkeit seines Pigments garantieren kann, sondern auch, ob er über eine funktionierende Logistikkette verfügt.  

Jeder neue Autofarbton muss an allen Produktionsstandorten eines Herstellers rund um den Globus in gleicher Qualität und Farbtreue lackiert werden können.


Reparaturfähigkeit als wichtiges Kriterium

Harald Klöckner, Leiter Standox Training EMEA

In der Produktion denkt man noch einen Schritt weiter: „Wir müssen sicherstellen, dass unfallbedingte Lackschäden später von Werkstätten einwandfrei behoben werden können. Daher ist die Reparaturfähigkeit für die Automobilindustrie ein wichtiges Kriterium für die Einführung eines neuen Farbtons“, sagt Harald Klöckner, Leiter Standox Training EMEA. „Die Lackentwicklung für einen Autohersteller umfasst deshalb nicht nur den Serienlack, sondern auch die Reparaturlackierung. Durch unsere enge Verbindung mit der Reparaturlackmarke Standox haben wir hier große Vorteile.“

Diese enge Verzahnung in der Entwicklung ist in der Branche nicht selbstverständlich. „Nicht jeder Serienlackhersteller ist auch im Refinish-Bereich aktiv. Und nicht jeder Reparaturlack-Hersteller ist mit einem Serienlackhersteller verbunden“, sagt Klöckner. „Für uns macht das eine Abstimmung der Serienlack- und Reparaturlack-Komponenten aufeinander natürlich einfacher.“


Austausch zwischen den Werken

Pigment Analyse

Gunter Richter aus dem Axalta Werk im Norden von Wuppertal, dem Produktionsstandort für Autoserienlacke, kontaktiert daher regelmäßig seine Kollegen von der Reparaturlackmarke Standox deren Information Center im Süden von Wuppertal angesiedelt ist.

Er informiert sie über neue Pigmente und gibt Hinweise, wann Mischlacke mit diesen Pigmenten eingeführt werden müssen. „Auf diese Weise können wir viele Faktoren, die bei Lackreparaturen eine Rolle spielen, schon im Vorfeld erproben.“

Die Entwicklung eines neuen Farbtons ist ein aufwendiger Prozess:

Die Zusammenstellung der Pigmente wird unter dem Mikroskop optisch analysiert, bevor per Farbtonmessgerät Mischformeln errechnet und auf dieser Basis erste Spritzmuster mit Standoblue erstellt werden.

Dennoch läuft ein aufwendiger Prozess ab, ehe Standox eine Reparaturlackformel komplett fertig hat. „Am Anfang steht eine optische Analyse des neuen Farbtonmusters unter dem Mikroskop, um festzustellen, welche Effektpigmente im Lack sichtbar sind“, sagt Harald Klöckner. „Danach werden per Farbtonmessgerät Mischformeln errechnet und auf dieser Basis erste Spritzmuster mit Standoblue erstellt – nicht von Menschen, sondern von Lackierrobotern, um ein neutrales Spritzbild zu erhalten."

Standowin iQ Software

 

Diese Muster werden erneut digital vermessen, auf Farbtontreue überprüft und, falls notwendig, von Nuancierern dem Originalfarbton angepasst. Erst dieses Ergebnis landet schließlich als Markenformel in der webbasierten Farbtonsoftware Standowin iQ – und steht damit allen Lackierbetrieben zur Verfügung.


Mischformeln für jede Lackqualität

„Wir sind auf acht Mischlacke begrenzt, die man benötigt, um die Formel exakt zu bestimmen“, sagt Klöckner. „Doch eine Formel reicht nicht aus: Wir bieten die meisten Farbtöne auch in anderen Lackqualitäten an, zum Beispiel in Standohyd Plus oder Standox Basislack für den außereuropäischen Markt. Für jede Lackqualität läuft dieser Prozess von neuem ab.

Bei Spezialfarbtönen wird der Lackaufbau anwendungstechnisch geprüft.

Erweist sich die Reparatur eines neuen Farbtons als besonders aufwendig (etwa durch einen mehrschichtigen Aufbau), testen Anwendungstechniker das Ergebnis noch einmal unter normalen Werkstattbedingungen.

Standox bietet Farbtöne in mehreren Lackqualitäten an, zum Beispiel in Standoblue, Standohyd Plus oder Standox Basislack.

Auf diese Weise werden Woche für Woche rund 60 neue Formeln in Standowin iQ eingespeist. „Der Aufwand dafür ist sehr hoch“, räumt Harald Klöckner ein. „Aber nur so können wir sicherstellen, dass unsere Partner im Lackierhandwerk immer die bestmöglichen Ergebnisse erzielen.“

Aufwendige Farbtöne werden unter Werkstattbedingungen getestet.