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Oldtimer-Restaurierung

Oldtimer-Restaurierung: Ein Hingucker in sattem Orange

In der Werkstatt der Schweizer Lackiererei René Sahli stand bis vor Kurzem ein leuchtend orangener Porsche Targa, Baujahr 1969. Eigentlich sollte an dem Oldtimer nur eine kleine Roststelle repariert werden – doch letztlich wurde eine komplette Restaurierung daraus. Bei der aufwendigen Neulackierung verließ sich Sahli auf das Know-how und die Produkte des Wuppertaler Lackanbieters Standox.

„Ich habe schon immer gerne an Oldtimern geschraubt“, sagt René Sahli.

René Sahli ist von Haus aus Fahrzeuglackierer. „Ich habe schon immer gerne an Oldtimern geschraubt“, sagt er. „Das hat mir mein Vater beigebracht. Er hat viele Klassiker restauriert.“ Seit 2010 leitet der heute 42-Jährige das Unternehmen, das sein Vater 1976 in Aesch im Kanton Zürich gegründet hatte. Die Autolackiererei René Sahli mit ihren vier Mitarbeitern genießt bei Besitzern von Oldtimern einen ausgezeichneten Ruf. Die Kompetenz für Restaurierungen zeigt bereits ein Blick auf die Homepage: In der Bildergalerie wimmelt es von exklusiven Klassikern, die in Aesch wieder in Schuss gebracht worden sind, darunter viele automobile Kostbarkeiten von Porsche.


Der Targa benötigte eine komplette Restaurierung

Mundpropaganda führte auch den Besitzer des 911 E Targa von 1969 nach Aesch. „Er hatte an der Karosserie eine Roststelle bemerkt, die wir reparieren sollten“, erinnert sich Sahli. Nichts Ungewöhnliches bei Fahrzeugen aus jener Zeit, als Hohlraumversiegelung oder Verzinkung noch weitgehend unbekannt waren. Prompt kam noch mehr Rost zum Vorschein, als Sahli den Oldtimer genauer unter die Lupe nahm.

 

„Vor allem die Türschweller waren ziemlich marode. Mit einer punktuellen Reparatur war bei dem fast ein halbes Jahrhundert alten Sportcabrio nichts mehr zu machen.“

 

Je länger die Untersuchung dauerte, desto deutlicher wurde: Der Targa brauchte eine Komplettrestaurierung inklusive einer Ganzlackierung. Ein Fall für den Oldtimerspezialisten aus Aesch.


Mehr Aufwand als vorher angenommen...

Angesichts der vielen Roststellen entschied sich Sahli bei der Entlackung des Porsche für eine Radikallösung: Für die Restaurierung demontierte er Stoßstangen, Kotflügel sowie Front- und Heckhaube und schickte sie zu einem Spezialbetrieb nach Stuttgart. Dort wurde jedes Teil einzeln in einem Tauchbecken entlackt, im Säurebad entrostetet und zum Schluss mit einem kathodischen Verfahren neu grundiert.

„Nur so konnten wir sicherstellen, dass wirklich jede Stelle und jeder Hohlraum erreicht wird“, sagt Sahli. „Das bekommt man mit einer herkömmlichen Entlackung und Spritzgrundierung nicht hin.“ Die aufwendige Prozedur brachte auch ans Licht, dass einige der Anbauteile, darunter die Fronthaube, nicht mehr zu retten waren. „Sie mussten durch Original-Porsche-Teile ersetzt werden.“



Der richtige Farbton

Sahli konnte bei der Restaurierung des Lacks auf original Porsche-Farbmuster aus jener Zeit zurückgreifen, setze aber dennoch ein digitales Farbtonmessgerät ein. „Werkslackierungen fallen heute wie damals nicht immer gleich aus“, erklärt er. „Es gibt sichtbare Abweichungen, sogar bei gleichen Farbtonbezeichnungen. Zudem sind manche Farbtöne im Laufe der Produktionsphase verändert worden.“

Ein weiterer Aspekt: „Früher enthielten Autolacke bleihaltige Pigmente. Sie deckten kräftiger, das kann zu Farbunterschieden im Vergleich zu modernen Lacken führen. Die Pigmentierung spielt auch bei der Metamerie eine Rolle. Je nach Lichtquelle können einzelne Bereiche des Farbspektrums zweier Farbtöne aufgrund unterschiedlicher Pigmentierung anders reflektiert werden.

 

Standox Genius iQ Farbtonmessgerät

 

Dies kann zu einer unterschiedlichen Wahrnehmung dieser Farbtöne unter verschiedenen Lichtquellen führen.  Daher muss man darauf achten, dass bei Restaurierungen der nachlackierte und der originale Ton sich ähnlich verhalten.  Aus all diesen Gründen setze ich moderne Farbtonmessgeräte ein, denn sie liefern zusammen mit der Software Standowin iQ und einer guten Farbtondatenbank die besten Ergebnisse.“

 


 

Ein Orange aus den farbenfrohen 70ern

 

 

 

Der Targa war ursprünglich in „Signalorange“ lackiert: ein warmer, strahlender Farbton, der auf Cabrios an sonnigen Tagen ausgezeichnet zur Geltung kommt.   

 

 

 

Dieses Orange war auf Porsches vor allem zu Anfang der farbenfrohen 1970er-Jahre beliebt, es kam nicht nur auf dem 911er, sondern auch auf dem „Volksporsche“ 914 zum Einsatz.  


Der Porsche erstrahlt in neuem Glanz

 

Sahli maß den Farbton mit dem Farbtonmessgerät Genius iQ von Standox aus und ist von dessen modernen Features wie der WLAN-Anbindung begeistert. Für das Nachstellen des richtigen Farbtons holte er sich zusätzliche Unterstützung von den Anwendungstechnikern der André Koch AG in Urdorf bei Zürich, dem Standox Vertriebspartner in der Schweiz. Sie können auch bei außergewöhnlichen Anfragen auf das große coloristische Know-how zurückgreifen, über das Standox dank seiner langjährigen engen Kontakte zu den meisten Autoherstellern verfügt. 

 

 

Den Porsche-Farbton „Signalorgange“ mischte Sahli schließlich mit Standox 2K-Lacken aus und lackierte alle Teile des Fahrzeugs. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Nach der Restaurierung erstrahlt die Karosserie des Porsche wieder in altem Glanz.

 

 

 

 

 

Auch die arbeitsintensive Montage übernahmen René Sahli gemeinsam mit seinem Team. „Ich habe hohe Ansprüche an die Arbeitsqualität, darum machen wir gerne alles, was möglich ist, bei uns im Hause“, sagt er. „Aber diese Arbeiten machen uns auch besonders viel Spaß. Das Schöne an Oldtimern ist ja, dass ihre Technik verglichen mit heutigen Modellen vergleichsweise unkompliziert ist.“

 

 

 

Nach den Montagearbeiten und dem abschließenden Finish mit einer Wachsversiegelung war das Projekt rund ein Jahr nach der ersten Begutachtung abgeschlossen.  

 

 

 

„Der Kunde war mit dem Ergebnis hochzufrieden“, erzählt Sahli. „Am Ende mussten wir uns noch beeilen damit er seinen Targa im Sommer wieder fahren konnte.“

 

Standox genießt bei der Restaurierung von Autoklassikern seit vielen Jahren einen guten Ruf. Die Wuppertaler Premiummarke hat das Thema Oldtimer auch in ihrer Ratgeberreihe Standothek unter dem Titel „Prestige und Classic Cars“ behandelt (Download auf www.standox.com/standothek). Informationen über den Betrieb von René Sahli stehen unter www.autolackprofis.ch.