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Arbeitsschutz ist eine Daueraufgabe

Beim Thema Arbeitsschutz muss sich die K&L-Branche vielen Vorurteilen stellen. In den Werkstätten gibt es eine Vielzahl an Situationen, die als gefährdend für Mitarbeiter eingestuft werden. Die Lösung ist ein individuell erstelltes Konzept, in dem die Maßnahmen der Betriebe festgehalten und stetig angepasst werden. Ein hoher Kostenaufwand, den die Betriebe jedoch gerne in Kauf nehmen. 

27. Juni 2022.  Die Mitarbeiter bestmöglich zu schützen kann viele Facetten haben. Nach dem Arbeitsschutzgesetz ist der Inhaber einer Werkstatt für den Schutz seiner Mitarbeiter zuständig. Hierbei sind viele Richtlinien zu beachten, die die Gefährdung in den Betrieben minimieren und die Sicherheit der Mitarbeiter erhöhen sollen. Bereits bei der Gebäudeeinrichtung müssen Inhaber auf einiges achten: Arbeitsgruben, Unterfluranlagen und Lüftungseinrichtungen erfordern ein hohes Maß an Sicherheit. Gleiches gilt für den Umgang mit Maschinen und Werkzeugen. Wie wird der Arbeitsschutz in den Repanet Werkstätten umgesetzt?

Grundlagen schaffen
Um die Gesundheit der Mitarbeiter gewährleisten zu können, sind Vorkehrungen zu treffen. Die Basis bildet die Beurteilung von Gefährdungsbereichen. „Zuerst müssen die gesamten Arbeitsplätze im Betrieb auf potenzielle Gesundheitsgefährdungen untersucht werden. Anschließend werden je nach Bedarf entsprechende Schutzmaßnahmen festgelegt“, erklärt Silke Siegmund, Mitarbeiterin bei Ebert Bebra Karosserie und Lack e.K. in Bebra und Partnerin von Inhaber Uwe Siegmund. Der Inhaber selbst hat bei der Berufsgenossenschaft eine Schulung besucht, um die Mitarbeiter in seinem Betrieb ausreichend schützen zu können. Durch die Teilnahme an einer zweiteiligen Schulung mit theoretischem und praktischem Teil wurde ihm ein Zertifikat ausgestellt, das ihn zur selbstständigen Überwachung des Arbeitsschutzes in seinem Betrieb befähigt.

Ähnlich ist es bei Karosserie & Lack Eichenberg in Fritzlar. Hier bekommen alle Mitarbeitenden bei ihrer Einstellung eine Mappe ausgehändigt, in der detailliert beschrieben ist, welche Schutzmaßnahmen in der Werkstatt einzuhalten sind. Das Protokoll mit den Schutzmaßnahmen wird anschließend in einem persönlichen Gespräch nochmal durchgegangen. „Wir müssen unsere Mitarbeiter dafür sensibilisieren, selbst darauf zu achten“, erklärt Sandra Schnabl-Eichenberg, Mitarbeiterin und Ehefrau von Inhaber Heiko Eichenberg. Zusätzlich schickt sie ihre Mitarbeiter für einen regelmäßigen Check-Up zum Betriebsarzt. Und das Konzept bewährt sich: In den vergangenen 15 Jahren gab es keine Unfälle im Betrieb. „Unsere Maßnahmen werden von uns allen so gut umgesetzt, dass wir manchmal vielleicht sogar vergessen, welchem Risiko wir ohne diese Maßnahmen ausgesetzt wären“, so Sandra Schnabl-Eichenberg. Neben arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen wird auch im Betrieb Ebert Bebra immer wieder daran gearbeitet, die Mitarbeiter zu sensibilisieren. „Wir haben uns schon vieles ausgedacht, um das Thema bei unseren Mitarbeitern immer wieder neu interessant zu machen und zu verankern. Zum Beispiel mit einem selbst entworfenen Quiz, Kreuzworträtsel oder auch Memory zum Thema Arbeitsschutz. Wir haben aber auch gefährliche Situationen nachgestellt, um zu zeigen, wie wichtig es ist, sich an die Maßnahmen zu halten“, erklärt Silke Siegmund. 

Arbeitsschutz ist niemals abgeschlossen
Unterstützung bekommen beide Betriebe beim Thema Arbeitsschutz durch Jörg Kölling. Einmal im Jahr kommt der Repanet Berater in die Werkstätten, um Inhaber und Mitarbeiter über die neuesten Themen beim Arbeitsschutz zu informieren. Hierbei wird auch eine Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung durchgeführt. „Die Gefährdungsbeurteilung ist wie ein Ampelsystem aufgebaut. Gefährliche Bereiche im Betrieb werden mit den Farben Rot, Gelb oder Grün gekennzeichnet. Gelb signalisiert, dass noch Verbesserungspotenzial besteht. Nach der Umsetzung der Empfehlungen durch die Arbeitsschutzspezialisten wechselt die Farbe auf Grün“, erklärt Jörg Kölling. Sandra Schnabl-Eichenberg weiß, welch komplexes Thema der Arbeitsschutz sein kann und ist dankbar für diese Unterstützung: „Wir versuchen uns selbst immer auf dem neusten Stand zu halten. Trotzdem ist der jährliche Termin mit Herrn Kölling wichtig. Er spricht manchmal Dinge an, auf die wir selbst vielleicht nie gekommen wären. Sein Blick von außen ist viel wert.“

Die Gesundheit der Mitarbeiter immer im Blick
Der Schutz der Mitarbeiter ist für jede Werkstatt eine Herausforderung. Sandra Schnabl-Eichenberg weiß, dass es sich lohnt, dranzubleiben: „Aller Anfang ist schwer. Doch sobald eine Regelmäßigkeit entwickelt wurde und es einem bewusst ist, für wen man es macht, kann auch diese Herausforderung gemeistert werden.“  Und auch Silke Siegmund hat einen Tipp für andere Werkstätten: „Es ist wichtig, sich aktiv bei Repanet zu informieren und um Unterstützung zu bitten. Arbeitsschutz ist ein komplexes Feld, das stetig aktualisiert werden muss. Es geht schließlich um den Schutz unserer Mitarbeiter, dem wertvollsten Gut einer jeden Firma.“

Über Repanet

Repanet ist das internationale Netzwerk ausgezeichneter freier Fachbetriebe der Karosserie- und Lackierbranche. In 16 europäischen Ländern bieten rund 700 Repanet Werkstätten hochqualitative Reparaturlackierungen und kundenorientierten Service zu fairen Preisen. Mehr als 650.000 Fahrzeuge aller Marken werden jährlich entsprechend den Herstelleranforderungen bei den Repanet Betrieben professionell repariert. Autofahrer aus ganz Europa, Autohäuser aller Marken sowie führende Versicherungen, Flotten und Leasinggesellschaften zählen zu den Kunden der Repanet Werkstätten.

 

www.repanet.de

www.autoreparatur.de

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Arbeitsschutz bei Karosserie & Lack Eichenberg in Fritzlar

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