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60 Jahre Standox

Farbtrends auf dem Autoblech

Einfarbige Legende: Das berühmte Modell T von Ford gab es fast ausschließlich in Schwarz.

Einfarbige Legende: Das berühmte Modell T von Ford gab es fast ausschließlich in Schwarz.

In der Frühzeit des Automobils war es mit der Farbe ein bisschen Glückssache: Der Käufer konnte zwar wählen, ob sein Wagen blau, rot, grün oder schwarz sein sollte. Doch das Endergebnis stand nicht fest, denn gezielte Nuancierungen waren noch nicht möglich. Auch darum ließen die Autohersteller es lieber bei wenigen Serienfarbtönen bewenden. Erst die Verbreitung der Alkyd-Melaminharzlacke nach dem Zweiten Weltkrieg machte größere farbliche Vielfalt möglich.

Dennoch dominierten in den 50er-Jahren gedeckte, „seriöse“ Farben wie Schwarz oder Dunkelblau. Ein kräftiges Rot oder Gelb fand man höchstens mal auf einem Sportwagen. Zeitweilig sehr beliebt waren elegante Zweifarblackierungen. Sie boten sich an, denn die Flanken vieler 50er- und 60er-Jahre-Modelle wurden durch üppige Chromleisten waagerecht geteilt – die darüber- und darunterliegenden Flächen konnte man unterschiedlich lackieren. 

Ein papageienbuntes Farbenspiel zeigte der „Harlekin-Polo“ von Volkswagen in den 90er-Jahren.

Ein papageienbuntes Farbenspiel zeigte der „Harlekin-Polo“ von Volkswagen in den 90er-Jahren.

Deutlich bunter wurde es erst in den 70er-Jahren. Zeitgeist und Mode sorgten dafür, dass kräftige, oft sogar grelle Farben gefragt waren – und die Hersteller kamen diesem Kundenwunsch bereitwillig nach. Zeitweilig reichten Rot- und Blautöne in der Beliebtheitsskala fast an Weiß heran.

Doch ein Jahrzehnt später war das bunte Farbenspiel wieder vorbei,  die Autos präsentierten sich wieder in gedeckteren Tönen. Und das scheinbar auf Dauer: Bis heute dominieren weltweit Farben wie Silber, Grau, Schwarz, seit einiger Zeit auch wieder Weiß. Doch langweilig wird’s für die Lackierer in den Werkstätten dadurch nicht: Denn dank der Fortschritte in der Lackiertechnik gibt es die „Neutrals“ mittlerweile in unzählige Variationen, Nuancierungen, Effekten und Glanzgraden. Sie exakt zu bestimmen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe.

Foto- und Videonachweis zu dieser Seite
Richard Thornton/Shutterstock.com (Ford T); Thomas Doerfer/Wikipedia (VW Polo)