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60 Jahre Standox

Als Manchester an der Wupper lag

Die Stadt Barmen im Jahr 1870.

Die Stadt Barmen im Jahr 1870. Das Bild des Landschaftsmalers August von Wille zeigt, wie stark die damals noch selbstständige Stadt bereits industrialisiert war.

Wuppertal heißt die Stadt, in der 1955 die heutige Weltmarke Standox geboren wurde. Doch Innovationen haben in Wuppertal eine viel längere Tradition: Denn als die Stadt 1929 aus dem Zusammenschluss mehrerer bis dahin selbstständiger Kommunen entstand, hatte die ganze Region bereits eine rasante Entwicklung hinter sich. Das galt vor allem für die Nachbarstädte Elberfeld und Barmen, in denen die industrielle Revolution deutlich früher begonnen hatte als beispielsweise im nahegelegenen Ruhrgebiet. Die beiden heutigen Wuppertaler Stadtteile galten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zeitweilig als das deutsche Gegenstück zum englischen Industriezentrum Manchester.

Hier wie dort war es die Textilindustrie, die die Region groß gemacht hatte. „Barmer Artikel“, vor allem Schnüre, Bänder und Litzen, wurden schon früh in alle Welt exportiert. Die Mechanisierung trieb diese Entwicklung voran: 1875 waren im Tal der Wupper schon über 420 Dampfmaschinen in Betrieb, viele davon in Textilfabriken.

Die im Jahr 1901 eröffnete Schwebebahn (hier eine Postkarte aus dem Jahr 1914) ist bis heute das Wahrzeichen von Wuppertal.

Die im Jahr 1901 eröffnete Schwebebahn (hier eine Postkarte aus dem Jahr 1914) ist bis heute das Wahrzeichen von Wuppertal.

Findige Unternehmer erfanden hier das „Eisengarn“, ein strapazierfähiges Baumwollgarn, das sich für viele Anwendungen eignete, etwa für Futterstoffe, Schnürriemen oder als Nähgarn. Die Brüder Vorwerk (das Unternehmen ist noch heute bekannt für Staubsauger, Küchenmaschinen und Teppiche) konstruierten einen mit Dampfkraft betriebenen Bandwebstuhl und wurden zu Pionieren der mechanischen Teppichweberei. Der Boom der Textilindustrie zog weitere Betriebe in die Region, darunter Werkzeug- und Maschinenbauer und Chemiebetriebe. So entstand 1866 in Barmen auch die Firnis- und Lacksiederei von Otto Louis Herberts, dessen Enkel Dr. Kurt Herberts als Inhaber der späteren Chemiefabrik Herberts schließlich Standox auf den Markt brachte.

Auch für eine weitere Innovation ist Wuppertal bekannt: 1901 nahm man ein Verkehrsmittel in Betrieb, das die Stadt bis heute prägt: die Schwebebahn. Seit über 100 Jahren fährt sie, aufgehängt an einem Stahlgerüst, durch Wuppertal – eine technische Meisterleistung. Lackiert wurde das Wahrzeichen der Stadt viele Jahre lang mit Standox.

Heute zählt Wuppertal mit über 340.000 Einwohnern zu den 20 größten Städten Deutschlands.

Heute zählt Wuppertal mit über 340.000 Einwohnern zu den 20 größten Städten Deutschlands. Das Bild zeigt den Stadtteil Elberfeld.

Herberts wie auch die späteren Eigentümer von Standox haben dem Standort Wuppertal als „Wiege“ der Marke bis heute die Treue gehalten. 1995 wurde eine Wasserlackfabrik in Betrieb genommen, die mit ihren computergesteuerten Produktionsabläufen Maßstäbe setzte. Heute befindet sich hier nicht nur eine der größten Produktionsstätten für Autoreparaturlacke weltweit, sondern mit dem 1998 erbauten Standox Information Center auch ein modernes, effizientes Marketing- und Trainingszentrum.

Und die Erfolgsgeschichte geht weiter: Axalta Coating Systems wird direkt neben der bereits existierenden Anlage eine hochmoderne neue Wasserlackfabrik fertigstellen – ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Wuppertal.