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60 Jahre Standox

Der Unternehmer Kurt Herberts

Kurt Herberts war eine visionäre Unternehmerpersönlichkeit.  In rund 50 Jahren baute er ein global agierendes Unternehmen auf. Unsere Galerie zeigt Bilder aus der Karriere eines faszinierenden Menschen.

  • Als der junge Kurt Herberts (Mitte) frisch von der Uni kam – er hatte Chemie- und Ingenieurwesen studiert –, erwachte sein unternehmerisches Herz. Mit der Hilfe seines Vaters Walter Herberts (links) kaufte er 1927 die Firma zurück, die sein Großvater Otto Louis Herberts als „Firnis- und Lack-Siederei“ 1866 gegründet hatte. Walter Herberts, der die Leitung des Familienbetriebs nach dem Tod seines Vaters gemeinsam mit seinem Bruder Alfred übernommen hatte, hatte das Unternehmen nach dem Ersten Weltkrieg aufgrund der Inflation und vertragsbrüchiger Geschäftspartner verkaufen müssen. Das Foto wurde auf einer Betriebsversammlung 1934 aufgenommen.

  • Innerhalb von weniger als 15 Jahren baute Herberts, hier mit Mitte 30, den kleinen Lackbetrieb zu einem Unternehmen mit fast 500 Angestellten auf. Es war der Mut zur Investition in neue Ideen, der ihn zu einem so erfolgreichen Unternehmer machte. Ende der 20er-Jahre zum Beispiel entwickelte man bei Herberts Nitropon-Lacke, die die Trocknungszeiten bei der Lackierung von Waggons radikal verkürzten und deutlich widerstandsfähiger waren als ihre Vorläufer. 1928 lieferte die Firma Spannlack für den ersten Passagier-Zeppelin. In den 30ern erfand die Firma Herberts die erste Maschine zum Auftragen von Farbe für Straßenmarkierungsstreifen. Für bessere Sichtbarkeit wurden außerdem reflektierende Glasperlen entwickelt, die dem Lack zugesetzt wurden. Der große Durchbruch im Lackgeschäft gelang, weil Herberts zum richtigen Zeitpunkt auf das richtige Pferd setzte: In den 50ern wuchs die deutsche Automobilindustrie rasant und die Einführung des Standox Autoreparaturlacks im Jahr 1955 löste am Markt Begeisterung aus.

  • Die Standox Lacke wurden ins Ausland exportiert, das Unternehmen wuchs weiter. Doch Kurt Herberts ging es nicht nur um den Umsatz. Er legte Wert darauf, dass seine Mitarbeiter gut ausgebildet und selbstbewusst genug waren, um immer wieder frische Ideen zu entwickeln. Dabei war ihm auch die persönliche Beziehung wichtig. Erhöht auf einem Treppchen soll der Frühaufsteher seine Angestellten morgens vor dem Bürogebäude am Christbusch in Wuppertal-Unterbarmen erwartet und begrüßt haben. Ganz besonders kümmerte er sich um den Nachwuchs und entwickelte ein konkurrenzloses Ausbildungsangebot: die Dr. Kurt Herberts-Schule, die 1954 ihren Betrieb aufnahm. Auf dem Lehrplan standen nicht nur berufsspezifische, sondern auch allgemeinbildende und künstlerisch-gestalterische Inhalte, zum Beispiel Sprecherziehung, Gärtnern und Theaterspiel. Das Foto von 1963 zeigt Herberts im Gespräch mit Auszubildenden.

  • Wie war der Erfolgsunternehmer Dr. Kurt Herberts als Mensch? Zeitzeugen bezeichnen ihn als bemerkenswert und ungewöhnlich, charmant, interessiert, respekt- und humorvoll, als mitfühlend und kontaktfreudig, aber auch als distanzierten Egozentriker, als beherrschende Persönlichkeit mit großem Geltungsbedürfnis und als Hierarchen, der sich seiner Macht bewusst war. Eine ehemalige Angestellte berichtet von einer ganz besonderen „Aura der Unnahbarkeit“. Fest steht, Herberts konnte sehr fordernd sein. Er gab Impulse, stellte aber auch hohe Anforderungen – und entwickelte einen bemerkenswerten Stil der Personalführung. Er testete zum Beispiel die Stressresistenz und Konzentrationsfähigkeit von Bewerbern, indem er die Vorstellungsgespräche immer wieder durch Telefonate unterbrach, und erwartete von seinen Angestellten die besten Ergebnisse. Die Herberts Betriebspsychologin Ruth Blum-Hartlieb soll gesagt haben: „Wer es fünf Jahre bei ihm ausgehalten hat, ist austrainiert und durch nichts mehr umzubringen.“

  • Trotz seiner strengen Art wurde „Römisch Eins“, wie Herberts intern genannt wurde, nicht nur respektiert, sondern auch als Mentor geschätzt und bewundert. Ehemalige Auszubildende blicken auf die Zeit an der Kurt Herberts-Schule als im besten Sinne prägende Erfahrung zurück. Der engagierte und verantwortungsvolle, kunstbegeisterte und universalgebildete Unternehmer wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Großen Bundesverdienstkreuz und als Ehrenprofessor des Bundeslandes NRW. Das Foto zeigt ihn 1971 auf seinem 70. Geburtstag im Wuppertaler Schauspielhaus.

  • Am Ende seiner Karriere konnte Kurt Herberts auf eine sehr erfolgreiche Laufbahn zurückblicken. 1976 verkaufte er sein Unternehmen, das zu der Zeit fast 4000 Angestellte beschäftigte. Das Foto zeigt Herberts (rechts) mit den Betriebsratsvorsitzenden Brückelmann, Pohl und Brauer (von links) kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen. Kurt Herberts verstirbt 1989 im Alter von 88 Jahren und ist auf einem Friedhof gleich neben seinem Unternehmen in Wuppertal-Unterbarmen begraben.

  • Als der junge Kurt Herberts (Mitte) frisch von der Uni kam – er hatte Chemie- und Ingenieurwesen studiert –, zeigte er sein Gespür fürs Geschäft. Mit der Hilfe seines Vaters Walter (links) kaufte er 1927 die Firma zurück, die sein Großvater 1866 gegründet hatte.

  • Innerhalb weniger Jahre baute Herberts, hier mit Mitte 30, seinen Lackbetrieb zu einem Unternehmen mit fast 500 Angestellten aus. Es war sein Mut in neue Ideen zu investieren, der ihn erfolgreich machte.

  • Kurt Herberts ging es nicht nur um den Umsatz. Er legte Wert darauf, dass seine Mitarbeiter gut ausgebildet und selbstbewusst genug waren, um immer wieder frische Ideen zu entwickeln.

  • Zeitzeugen beschreiben Herberts als charmant, interessiert, respekt- und humorvoll, mitfühlend und kontaktfreudig. Aber auch als Mann mit Geltungsbedürfnis, der sich seiner Macht durchaus bewusst war.

  • Dr. Kurt herberts feiert seinen 70 Geburtstag im Schauspielhaus. 1. Februar 1971

  • 1976 verkaufte Kurt Herberts sein Unternehmen, das zu dieser Zeit fast 4.000 Mitarbeiter beschäftigte, an die Hoechst AG. Das Foto zeigt Herberts (rechts) mit den Betriebsratsvorsitzenden Brückelmann, Pohl und Brauer (von links).