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60 Jahre Standox

1955 - Wie Standox erfunden wurde

In den 50er-Jahren blühte die Autoindustrie weltweit auf. Ein Auto zu besitzen, mobil zu sein, war nach den harten Nachkriegsjahren ein Traum, den sich jetzt viele erfüllen konnten. 1955 rollte in Deutschland bereits der millionste VW Käfer vom Band. Der „Kugelporsche“ war weit über Deutschland hinaus beliebt und wurde bald sogar weltweit produziert.

Gleichzeitig stieg der Bedarf nach Autolacken. Das inspirierte einen Mitarbeiter des Wuppertaler Lackherstellers Herberts. Der 22-jährige Gerhard Rieger, der erst zwei Jahre zuvor seine Lehre beendet hatte, stellte auf einer Händlertagung die Idee für ein neues Reparaturlack-Sortiment vor. Die Händler waren begeistert, bei Herberts selbst reagierte man jedoch zurückhaltend: In den Abteilungen für Entwicklung und Produktion war man skeptisch. Doch Rieger ließ sich nicht entmutigen, und er fand Unterstützung: Unternehmenschef Dr. Kurt Herberts genehmigte das neue Projekt.

Standox Autolack Original

Die Familie von Kurt Herberts hatte schon seit Generationen mit Lack zu tun. Sein Großvater hatte 1866 in Barmen eine Lacksiederei gegründet und sie 1901 an seine Söhne weitergereicht. 1927 übernahm Enkel Kurt die Leitung, und bald entwickelte sich Herberts zu einem führenden Lackanbieter in Deutschland. Zwei besonders spektakuläre Projekte: Das Unternehmen lieferte den Lack für das berühmte Luftschiff „Graf Zeppelin“ und die Do-X, das größte jemals gebaute Wasserflugzeug.

Der Autoreparaturlack, den Herberts 1955 unter dem Handelsnamen Standox – eine Kombination aus „Standöl“ (ein Rohstoff in der Lackproduktion) und „oxidativ“ (trocknend) – auf den Markt brachte, war so erfolgreich, dass er bald zur Bezeichnung für ein ganzes Sortiment wurde. Man warb mit dem Slogan „Standox originalgetreu“, denn die Reparaturlacke zeichneten sich durch hervorragende Übereinstimmung mit Serienlacken aus.

Standocryl Autolack

Ein wichtiger Schritt zur Markenidentität: Ab 1960 trugen alle Packungen die „Fliege“ in der Standox Hausfarbe Lichtblau. Ab 1963 verlieh Standox seinen Partnerwerkstätten das Siegel „Sicherheit durch Facharbeit“. Aus dem anfangs lockeren Qualitätsverbund entwickelte sich über die Jahre Repanet, das Netzwerk ausgezeichneter Autoreparatur-Lackierbetriebe, das heute in ganz Europa tätig ist.

Dank der guten Kontakte seines Außendienstes wusste man in Wuppertal sehr genau, wo in den Werkstätten der Schuh drückte. Dies führte immer wieder zu Produktinnovationen, mit denen Standox seine Kunden weiterbrachte und dem Markt neue Impulse gab. So ermöglichte beispielsweise die Metallic-Zweischicht-Lackierung (1968) neue Farbtöne, das One-Visit-Verfahren (1992) machte Lackieren effizienter, die Exclusive Line (1995) präsentierte einzigartige Farbnuancen und die Standoflash UV-Technik (2007) beschleunigte Kleinstreparaturen. Der Anspruch, Marktentwicklungen nicht nur nachzuvollziehen, sondern oft ein Stück vorwegzunehmen, ist bis heute Teil des Selbstverständnisses der Marke Standox.

Standoblue Bascoat 2010